Bis dass der Tod euch scheidet

von Justin C. Skylark

Klappentext:
Black Metal und EBM haben recht wenig gemeinsam, findet Dylan Perk, der cholerische Sänger der Electro-Band „RACE“. Für eine Festival Tournee muss er allerdings über seinen Schatten springen, denn ausgerechnet die norwegische Black Metal Band „Wooden Dark“, mit ihrem gefürchteten Frontmann Thor Fahlstrøm, soll mit von der Partie sein.
Schon bei ihrem ersten Zusammentreffen stellt sich heraus, dass sich der streitsüchtige Dylan und der geheimnisvolle Thor in nichts nahe stehen. Ein Kampf um Macht und Stärke beginnt, in dem Dylan gefährlich dicht an seine Grenzen gerät – und letztendlich doch seinen Gefühlen unterliegt. In dieser Geschichte stoßen zwei Männer aufeinander die unterschiedlicher nicht sein können, sich dennoch wie magisch anziehen.

Bild: © Buchsüchtig
Coverbild: © Deadsoft Verlag | Justin C. Skylark

Meine Meinung:
Das Buch hat mich aufgrund seines Covers neugierig gemacht. Dabei war es nicht das Motiv, sondern dass es so farbentsättigt in schwarz und weiß gehalten ist. Solche Bücher sehe ich mir immer genauer an, da ich unter anderem hoffe, dass sich dahinter keine Standartgeschichten verbergen, sondern in irgendeiner Weise etwas anderes und besonderes.

Bei diesem Buch hatte ich wieder Glück. Es ist definitiv keine „Rosa-Wattewölkchen-alles-wird-gut-Romanze“. Dylan und Thor könnten nicht unterschiedlicher sein, und doch harmonieren sie so wunderbar miteinander. Wie sie umeinander herumschleichen, ihr Zusammenspiel, habe ich geliebt. Auch die Idee, zwei Sänger unterschiedlicher Genres aufeinander treffen zu lassen, gefiel mir.

Thor ist ein interessanter, schroffer und sperriger Charakter, den man nicht so leicht durchschauen kann. Er handelt unvorhersehbar. Und wie er mit Dylan spielt fand ich, im Gegensatz zu diesem, sehr amüsant. Es war fies und unterhaltsam. Thor trieb Dylan immer wieder an seine Grenzen und darüber hinaus. Erst im Laufe der Geschichte lernte ich ihn ein bisschen besser kennen und verstehen. Und ich mag ihn wirklich. Auch Dylan war mir sympathisch. Er ist anders als Thor, aber nicht weniger interessant. Mir gefiel, dass es keine langweiligen Begegnungen zwischen den beiden Protagonisten gibt. Jedes Zusammentreffen ist geprägt von Spannung und Energie.