von Svea Lundberg

Klappentext:
Auch wenn Jens und Jeremy seit Jahren eine gleichsam ehrliche wie offene Beziehung führen, ist Jens spätestens nach einem gescheiterten Dreierarrangement klar, dass er seinen Freund zwar körperlich, nicht aber emotional teilen möchte. Aber ein Schicksalsschlag führt Jeremy nicht nur in seine Heimat USA zurück, sondern auch in die Nähe eines Mannes, der davon überzeugt ist, dass Polyamorie sehr wohl funktionieren kann. Mit einem Mal muss Jeremy sich fragen, ob er erneut bereit dazu ist, sich auf einen weiteren Mann einzulassen, in der Hoffnung, Jens möge dennoch an ihrer Beziehung festhalten.

Bild: © Buchsüchtig
Coverbild: © Svea Lundberg

Meine Meinung:
Ich mochte schon ›Der Mann, den wir lieb(t)en‹, vor allem wegen der wundervollen Beziehung zwischen Jens und Jeremy, sehr gerne. Auch wenn sie sich nicht immer in allem einig waren, haben sie doch immer daran gearbeitet, für sich eine Lösung zu finden. Vor allem liebe ich an Ihnen, dass sie sich keinen falschen Idealen hingeben, oder versuchen alles „richtig“ zu machen. Sie gehen Ihren Weg, finden heraus was für sie funktioniert und was nicht, und machen ihre Entscheidungen nicht davon abhängig, was von anderen als „normal“ oder „richtig“ angesehen wird. Ich denke, dass sie in dieser Beziehung alles richtig gemacht haben. Man kann Menschen nicht verbiegen. Jeder ist, wie er eben ist. Mit allem was dazu gehört. Wenn man einen Menschen liebt, liebt man alles an ihm. Seine Fehler, seine Macken, seine Schwächen, und genauso auch seine Sehnsüchte. Ich denke, dass Jens und Jeremy genau so lieben. Denn ich hatte schon den Eindruck, dass beiden immer daran gelegen war, dass der andere glücklich ist.

Jeremy fand ich schon im ersten Band bezaubernd und auch bei diesem änderte sich jetzt nichts daran. Er ist und bleibt einfach Zucker, ohne dabei ein kleiner, verschreckter Junge zu sein. Ganz im Gegenteil. Er weiß, was er will. Aber er ist dabei nicht skrupellos und geht auch nicht über Leichen. Trotzdem versucht er an sein Ziel zu kommen. Die Art, wie es das tat, mochte ich sehr.

Auch wenn Jens und Jeremy ihre Beziehung offen leben, ist es keineswegs so, dass sie nicht auch ihre Probleme hätten. Allerdings ist gerade Jens in solchen Situationen zum niederknien. Fast schon ein bisschen zu perfekt, aber das war ok für mich.

Am Schreibstil Sveas kann ich wieder nicht meckern. Sorry, aber ich liebe ihn einfach.

Erscheinungsdatum: 31. Oktober 2018
Seitenzahl Taschenbuch: 580 Seiten