von Raik Thorstad

Klappentext:
Drei Jahre sind vergangen, seit Andreas durch die Hölle gegangen ist. Nach der Trennung von Sascha verlangt ihm die Therapie seiner Agoraphobie alles ab und ist nur durch eine straffe Organisation seines Alltags und enorme Anstrengungen zu bewältigen.
Auch an Sascha ist die Zeit nicht spurlos vorbeigegangen. Noch immer quälen ihn die Selbstvorwürfe, Andreas verlassen zu haben, noch immer verfolgt ihn sein gebrochenes Versprechen. Doch kann man so einen Fehler wiedergutmachen? Und können zwei so unterschiedliche Menschen wieder zusammenfinden, deren Liebe nie wirklich verblasst ist?

Bild: © Buchsüchtig
Coverbild: © Cursed Verlag

Meine Meinung:
Die Fortsetzung von „Leben im Käfig“ hat mir noch besser gefallen als der Vorgängerband, da Sascha und Andreas gewachsen sind und sich entwickelt haben, ohne sich selbst dabei zu verlieren.

Bei Andreas habe ich besonders seine Stärke und seine Zähigkeit geliebt, ohne die er ein völlig anderes Leben führen würde, als er es in diesem Buch führt. Er ist ein Kämpfer, weiß um seine Schwächen und ist entschlossen, sich diesen zu stellen und sich nicht sein Leben von ihnen diktieren zu lassen. Ganz im Gegenteil schafft er es, sich sein Leben so einzurichten, dass ich mich wahnsinnig für ihn gefreut habe. Für manche mag es nach außen hin nur ein kleiner unbedeutender Schritt gewesen sein, aber ich empfand es als einen gewaltigen Erfolg. Gerade im Hinblick auf seine Vergangenheit. Er ist unheimlich stark und mutig. Auch wenn er selbst es vielleicht nicht immer so sieht. Wenn man sich die vielen Alternativen ansieht, die er auch hätte wählen können, hat er sich selbst übertroffen.

An Sascha habe ich seinen Optimismus, seine Geduld und, ja, einfach ihn, geliebt. Er ist einfach wunderbar, gibt so wahnsinnig viel, macht sich Gedanken, sucht nach perfekten Lösungen, die er dann auch findet und ist ganz allgemein einfach umsichtig und liebevoll.

Das Leben ging auch für ihn nach der Trennung von Andreas irgendwie weiter. Auch wenn er sehr gelitten hat, so hat er doch seinen Weg gefunden. Und damit auch seine Berufung, die seiner Vergangenheit mit Andreas geschuldet ist. Diese Entwicklung bei ihm, habe ich wirklich bewundernswert gefunden.

Ich hatte die beiden schon in „Leben im Käfig“ in mein Herz geschlossen. In „Nach der Hölle links“ haben sie sich erst recht ein kuscheliges Plätzchen darin gesucht, welches sie wohl nicht mehr verlassen werden. Die Geschichte hat, wie der erste Band, eine mitreißende Sogwirkung entwickelt, sodass ich mit jedem Wort mehr wissen wollte wie es nun weitergeht. Für mich war das Buch aufwühlend und spannend, da die Autorin es spielend schaffte, beide Protagonisten lebendig zu halten.

Erscheinungsdatum: 10. August 2017 im Cursed Verlag
Entspricht ca. 282 Seiten