von Sven Krüdenscheidt

Klappentext:
Leo hat einen Plan. Erst das Abitur bestehen, dann ab nach Griechenland. Zu Hause ist ihm alles zu eng, und dann verdreht ihm ein Mitschüler auch noch den Kopf. Weder die Familie noch die Freundin sind über seine Pläne, als Animateur durchzustarten, begeistert. Leo bleibt trotzdem dabei. Also auf zu Party, Sonne, Strand und blauem Himmel!

In Griechenland allerdings begegnet ihm Chris. Sein Arbeitskollege lässt seine Gefühle Achterbahn fahren, aber dieses Mal ist Flucht keine Option.

Bild: © Buchsüchtig
Coverbild: © MAIN Verlag

Klappentext:
Mein zweites Buch von Sven Krüdenscheidt, und auch dieses habe ich, genauso wie damals „Ich, Du und für immer wir“, in einem Atemzug weggesuchtet, was nicht zuletzt am Schreibstil des Autors lag, den ich sehr gern mag.

Leo war mir sofort sympathisch, da er weder ein kleiner verschreckter Junge ist, noch jemand, der seinen Platz in der Welt genau kennt. Irgendwie hängt er wunderbar in der Luft, wie es in seinem Alter wohl allen geht, und weiß trotzdem was er will. Erstmal nach Griechenland und Animateur werden, um seinem Elternhaus und den Problemen in seiner Heimat entfliehen. Vielleicht nicht die klügste, aber auf keinen Fall die dümmste Entscheidung. Ich fand die Idee gut.
Zumal er dort Chris traf. Dass diese Begegnung nicht in rosaroter Wattewölkchenromantik endete, habe ich geliebt. Es wäre auch gar nicht möglich gewesen, da Chris ist, wer er ist. Er ist kein einfacher Charakter, sondern fordert alles was Leo an Empathie geben kann. Ihre Beziehung zueinander ist schwierig und nervenaufreibend, da sie alle Facetten durchmacht, die es nur gibt.


Der Hauptgrund dafür liegt bei Chris, obwohl es nicht seine Schuld ist. Er ist irgendwo die Ursache, aber trägt dafür nicht die Verantwortung, da das Problem außerhalb seiner Macht liegt. Ich ahnte, worin das Problem besteht und sah mich dann auch in meiner Ahnung bestätigt. Nicht oft werden solche Themen in Büchern behandelt. Ich wünschte, es wäre häufiger der Fall. Diese perfekten, makellosen Charaktere empfinde ich als langweilig bis nervig. Da sind mir Protagonisten wie Chris tausendmal lieber. Sie sind menschlich, greifbar und interessant. Und man kann sich in ihnen weitaus häufiger wiederfinden, als in den perfekten, muskelbepackten Protagonisten, von denen so häufig geschrieben wird.

Erscheinungsdatum: 06. März 2020 im MAIN Verlag
Seitenzahl Taschenbuch: 244 Seiten