von Sandra Bollenbacher

Klappentext:
Nach der Flucht aus der Hauptstadt ist Nyrcolas mit der mysteriösen Maga und Formwandlerin Kelda auf dem Weg in eine unbekannte Zukunft, frei von Iantos‘ Massen an Menschen, Monstern und Magi-Jägern, und auch Rick macht sich auf die Suche nach einem neuen Leben abseits der Großstadt. Doch manches kann man nicht so einfach hinter sich lassen, seien es alte Gewohnheiten, Ängste oder gar Feinde. Während Nyrcolas und Rick nicht nur die ungewohnte Umgebung, sondern auch ihr eigenes magisches Wesen erforschen, macht Kelda nachts kein Auge zu. Sie muss verhindern, dass der König der Nachtalbe sie findet, aber auch, dass eine Wahrheit ans Licht kommt, die so schrecklich ist, dass sie nicht nur ein Herz brechen wird.

Bild: © Buchsüchtig
Cover: © tredition | Sandra Bollenbacher

Meine Meinung:
Nach sehr langer Zeit habe ich ein Buch abgebrochen und das, obwohl ich den ersten Band mochte und Nyrcolas wie auch schon im ersten Teil sofort in eine warme, flauschige Decke wickeln und vor allem Unheil bewahren wollte. Er hat so ein unendlich gutes Herz und sein Schicksal absolut nicht verdient, weshalb ich mich trotz aller Widrigkeit mit ihm gefreut habe, dass Rhys noch bei ihm war und ihm ein wenig Trost bei seinem schmerzlichen Verlust Bens spenden konnte. Denn auch wenn Kelda bei ihm war, so war diese kein adäquater Ersatz. Zudem stand ich ihr etwas zwiegespalten gegenüber, denn auf der einen Seite war sie sehr cool, half Nyrcolas bei seiner Suche nach Ben und zeigte ihm Dinge, die er ohne ihre Erklärungen nicht verstanden hätte, auf der anderen Seite blieb sie mir aber fremd und nahm für mein Empfinden zuviel Raum in der Geschichte ein. Zusammen mit ihr bildeten Nyrco und Ben ein an sich interessantes Gespann, aber dadurch, dass ich mit Kelda nicht richtig warm wurde, blieb die Geschichte für mich leider zäh und ich kam nicht voran.

Nyrcolas habe ich nach wie vor geliebt und er war es auch, der mich trotz allem weiterlesen ließ, denn ohne ihn hätte ich das Buch gleich aus der Hand gelegt. Er war so unendlich zauberhaft und wundervoll, wie manch andere Protagonisten widerlich und ekelhaft waren und seine Verbindung zu Rhys ist einzigartig. In meinen Augen bilden sie für mich eine Einheit, wie sie sonst in dem Buch nicht vorkommt.

Den ersten Band mochte ich wie bereits erwähnt sehr, beim zweiten Band fand ich leider nicht in die Geschichte und somit fesselte sie mich auch nicht. Die mir bekannten Charaktere mochte ich, aber die mir unbekannten blieben mir fremd… Nach knapp 12 Tagen habe ich das Buch nach Kapitel 18 abgebrochen (bei etwa 44%), denn leider sprang bei mir der Funke nicht über.

Ich kann nicht einmal genau sagen, warum ich keinen Zugang zu dem Buch gefunden habe. Vielleicht, weil ich zwar Nyrcolas, Ben und Rhys sehr mag, mir aber die anderen Figuren völlig egal waren. Diese spielten in der Geschichte eine wichtige Rolle, aber mir blieben sie fremd und so waren deren Kapitel und Abschnitte für mich leider zäh und wenig interessant. Von mir also eine eingeschränkte Leseempfehlung, denn dass ich das Buch abgebrochen habe, lag an mir. Der Schreibstil der Autorin ist, wie schon im ersten Band sehr gut lesbar, flüssig und wundervoll und wer den ersten Band verschlungen hat, sollte sich den zweiten unbedingt ansehen.

Erscheinungsdatum: 23. August 2021
Seitenzahl Taschenbuch: 572