Das Herz eines Rebellen

von Amalia Zeichnerin

Klappentext:
„Ich werde nicht aufgeben”, sagte er leise. „Ich werde kämpfen, bis zum letzen Atemzug. Für mich – für uns beide.”
In Ithyrios herrscht ein tyrannischer Kaiser, gegen den sich eine Widerstandsbewegung formiert hat. Ein grausames Schicksal verschlägt die Rebellen Lucius und Severin erst in den Kerker und wenig später in die Sklaverei, wo sie sich näherkommen. Doch ein Fluchtversuch reißt die beiden wieder auseinander. Werden sie sich wiedersehen? Währenddessen droht ein Bürgerkrieg das Land zu spalten…

Ein Gay Fantasy Roman, teilweise inspiriert von der römischen Antike.

Bild: © Buchsüchtig
Buchcover: © Amalia Zeichnerin

Meine Meinung:
Das Buch konnte mich nicht in seinen Bann schlagen, denn schon der Anfang gefiel mir nicht so richtig. Nach einigen Seiten wurde es etwas besser, aber leider nicht wirklich gut.
Die Rechtschreibung hat mir nicht gefallen. Immer mal wieder fehlten bei einigen Worten einzelne Buchstaben („macht“ statt „machst“ zum Beispiel), oder die Grammatik war etwas falsch („ihm“ statt „ihn“ oder „gebogenen Schilde“ statt „gebogene Schilde“).
Auch die Wortwiederholungen haben mich beim lesen gestört („Die Berührung brach etwas in ihm auf, etwas, das viel zu lange brach gelegen hatte.“), genauso wie die zu lockere Sprache, die ich für eine Geschichte aus dieser Zeit nicht passend fand. Ich bin der Meinung, dass gerade die deutsche Sprache so unendlich viele Möglichkeiten der Umschreibung bietet, dass es nicht nötig ist in einem Satz zweimal dasselbe Wort zu verwenden, selbst wenn es beide Male eine unterschiedliche Bedeutung hat. Auch denke ich, dass man in einem solchen Roman ruhig etwas „gehobener“ schreiben darf, da es in meinen Augen besser zur Geschichte passt.

Leider gab es auch einige Formulierungen, die ich sehr unglücklich gewählt fand („Das war der Tropfen, der das Fass seines Körpers zum Überlaufen brachte.“) Da musste ich schmunzeln, aber ich denke nicht, dass das die Reaktion war, die die Autorin hervorrufen wollte.
Auch Widersprüchlichkeiten sind mir aufgefallen („Noch immer strömte Blut aus der Wunde am Oberarm, immerhin nur ein schwaches Rinnsal.“) Wenn etwas strömt, kann es kein „schwaches Rinnsal“ sein, denke ich. Dieses würde eher sickern oder tropfen.

Die Geschichte an sich, die Story, hat mir gut gefallen. Zumindest so weit ich sie gelesen habe, aber der Schreibstil, die Wahl der Worte und Formulierungen, war absolut nichts für mich. Da mir leider genau das sehr wichtig an einem Buch ist, damit es mich mitreißen kann, musste ich dieses nach circa der Hälfte abbrechen. Das Cover dagegen finde ich sehr schön.

Es war mein erstes Buch von Amalia Zeichnerin. Vielleicht habe ich einfach nur Pech gehabt. Wie ihre anderen Bücher sind, kann ich nicht sagen. Aber dieses hat mir nicht gefallen.