Cold Dance

von Marcel Hill

Klappentext:
Der Fotograf Michael ist sofort dabei, als er das Angebot erhält, in einer ausgefallenen Location zu arbeiten.
Mit einer Handvoll Models begibt er sich zum Château de Tiffauges.
Zu spät stellen sie fest, dass dieser Ort nicht ohne Grund gemieden wird.
Ehe sie sich versehen, befinden sie sich in einem Tanz aus Lust und Tod.

Buchcover: © Marcel Hill | FSB – Art & Design
Hintergrund: © Peter H | pixabay

Meine Meinung:
Die Stimmung zu Anfang, als alle auf dem Château ankommen, ist gelöst und voller Vorfreude. Und auch als Leser erwartet man erstmal eine eher seichte Story, die vielleicht ein paar Gruselelemente enthält, da das Château einst von Gilles de Rais, einem Serienmörder aus dem 15. Jahrhundert bewohnt wurde, und auch in der heutigen Zeit immer mal wieder unerklärliche Dinge geschahen, deren Aufzählung mich im Rahmen der Geschichte zum Schmunzeln brachten.
Niemand der Anwesenden schien zu ahnen, was ihn bei seinem Aufenthalt auf dem Château erwarten würde und auch mich hat einiges doch sehr überrascht. genauso wie mich auch Michael überrumpelte, der seinem Beruf vielleicht manchmal ein wenig zu sehr liebt…

Am spannendsten aber war für mich Edwards Entwicklung, denn die Wendung, den die Geschichte ab diesem Punkt durchlief, war herrlich abstrus und auf eine ganz wundervolle Art brutal und fies.

Nichts für schwache Nerven und Gemüter, aber definitiv etwas für diejenigen, die es gerne ein wenig interessanter und abseits der gängigen ›Hach, was haben wir uns alle lieb und wie wundervoll rosa ist doch die Welt‹ – Storys mögen. Denn nichts davon hat Platz in diesem Buch.

Ich mochte die Zeitsprünge in der Geschichte sehr, da sich so aus der Vergangenheit und der Gegenwart ein komplettes Bild zusammenfügte und die Geschichte ›rund‹ machte. Michaels Träume spielten dabei eine wichtige Rolle, genauso wie Tristans Albträume.
Menschen sind meist nicht die, die sie zu sein scheinen und wirklich kennen lernen kann vermutlich auch niemanden…

Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen, nur leider war es mir zu kurz. Ich hätte gerne mehr gelesen um tiefer in der Geschichte versinken zu können, denn sie war für mich spannend und wunderbar unterhaltsam, was nicht nur an der Story, sondern auch an Marcels sehr mitreißendem Schreibstil lag.