A Demon’s f***ing Heart

von Luca Mercedes 

Klappentext:
Christopher Ezkiel gehört zu den Sanctiniern, die aufgrund ihrer Religion nicht an die Existenz der Unterwelt mit Dämonen, Hexen und Formwandlern glauben. Doch nach einem blutigen Massaker auf dem Hof seiner Eltern wird er genau von diesen Wesen entführt, um auf einer der schmutzigsten Auktionen der Dunkelwelt versteigert zu werden.
So landet er als Lustknabe bei Ash Phalidos, einem Halbdämon mit schwieriger Vergangenheit. Denn auf dem gut aussehenden mysteriösen Gestaltwandler liegt ein Fluch und der verbietet ihm, sich zu verlieben. Leider ist auch ein Halbdämon wie Ash gegen Gefühle machtlos …

Bild: © Buchsüchtig
Cover: © Dead Soft Verlag | Luca Mercedes

Meine Meinung:
Gleich zu Anfang des Buches war ich in der Geschichte und die Handlung lief wie ein Film vor meinem inneren Auge ab, denn Luca Mercedes hat die Welt um Christopher und die Dämonen herrlich lebendig werden lassen und so dafür gesorgt, dass ich einfach weiterlesen musste. Vor allem Christophers Schicksal traf mich, da ich zwar wusste dass er nicht stirbt, ich aber befürchtete, dass ihm Schlimmes angetan wird. Zumal die ihn umgebenden Dämonen alles andere als vertrauenserweckend wirkten und Christopher für sie nicht mehr als ein Spielzeug war, welches weder Rechte hatte noch Mitgefühl verdiente. Mir tat er unendlich leid und ich hoffte für ihn auf einen guten Ausgang der Auktion, auf der er angeboten wurde. Was auch immer das für ihn bedeuten mochte. Er selbst war mir nicht nur wegen seines Abscheus Tiere zu töten und zu essen sympathisch, sondern auch weil er Kampfgeist bewies und sich trotz seiner ausweglosen Situation nicht in Selbstmitleid verlor.

Auch gefiel es mir, dass ich nicht einfach nur in die Geschichte hineingeworfen wurde, sondern dass anfangs ganz nebenbei die Welt in der Christopher lebt, erklärt wird. Genauso wie anfangs die Welt um Ash bildhaft beschrieben wurde und ich sie während des Lesens vor mir sah. Ash Beschreibung ließ diesen, genauso wie Christopher, lebendig werden und ich konnte mir ein gutes Bild von ihm machen und mochte ihn sofort. Auf mich wirkte er interessant und ich war sofort auf die erste Begegnung zwischen ihm und Christopher gespannt, hoffte ich doch, dass es nicht einfach werden und sie sich vermutlich faszinierend finden und trotzdem auf Konfrontation gehen würden.

Und genauso war es. Ich habe das erste Aufeinandertreffen der Beiden geliebt. Sie schenken sich nichts und Christopher bewies wieder einmal wie stolz und furchtlos er ist. Oder zumindest erscheinen kann. Ash dagegen tat mir regelrecht leid, denn er bekam nicht, was er so dringend ersehnte, wofür er aber einen viel zu hohen Preis zahlen müsste, sollte er es jemals erlangen. Ich habe mich gefragt, wie es weitergehen könnte und mein Gedanken trieben skurrile Blüten.

Auch gab es Ausflüge in die Vergangenheit die erklärten, wie Ash zu Gor kam, wer er in einem früheren Leben war und was ihn zu dem machte, das er jetzt ist. Das ließ ihn lebendig werden, gab ihm Charakter und ein Gesicht. Ich mochte das sehr, denn so musste ich mir nichts zusammenreimen, sondern bekam einen Einblick in die Vergangenheit, die für die Gegenwart wichtig war. Leider war mir der Showdown zwischen Ash und Gor zu kurz und unspektakulär. Ich hatte mir etwas anderes erhofft, da sich meiner Meinung nach jahrelang aufgestauter Hass nicht innerhalb von Sekunden besänftigen lässt.

Was mir sehr gut gefiel, war die Entwicklung zwischen Ash und Christopher. Bis zum Schluss blieb es spannend mit den beiden und durch ihre Zwistigkeiten wurde es nicht langweilig, wenn auch sehr romantisch. Zum Ende hin klärten sich dann verschiedene Dinge, die bis dahin nicht unbedingt Sinn ergaben und sorgten so dafür, dass mir das Buch quasi im Nachhinein noch besser gefiel. Von mir also eine Leseempfehlung, wenn man Fantasy mag, die nicht völlig überzuckert und von Liebeschwüren durchwachsen ist.

Erscheinungsdatum: 15. Juli 2021
Seitenzahl Taschenbuch: keine Angabe